14. April 2002
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14. April 2002

Sonntag, 14. April 2002
Christuskirche, Bocholt

Joseph Haydn
„Nelson-Messe” (Missa in angustiis)

Der äußere Anlass zur Entstehung der dritten von den sechs späten Messen Haydns (er komponierte nachweislich vierzehn, wovon die zweite nicht erhalten ist) war der Namenstag der Gattin seines Dienstherren des Fürsten Nikolaus II. Bereits zu Lebzeiten Haydns wurde die „Nelson-Messe”, die auch „Missa in angustiis” (= Messe in der Zeit der Bedrängnis) genannt wird, auf Nelsons Sieg über Napoleon bei Abukir bezogen.
Tatsächlich kam es im Jahre 1800 zu einer Begegnung zwischen Nelson und Haydn. Im Autograph ist das Werk jedoch lediglich als „Missa” bezeichnet. Das Elßler’sche Haydn-Verzeichnis von 1805 enthält noch keinen authentischen Hinweis auf Nelson, ebensowenig wie der zwei Jahre zuvor erschienene Erstdruck von Breitkopf & Härtl. Offensichtlich wurde der Beiname „Nelson-Messe” zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt.
Dem Tagebuch des Esterházyschen Sekretärs Rosenbaum ist das verlässliche Datum der Uraufführung des Werkes am 23. September 1798 in der Eisenstädter Bergkirche zu entnehmen. Die populärste Messe Haydns entstand in nur 53 Tagen. Er selbst datierte die Entstehungszeit seiner Partitur im Autograph sehr genau: 1. Notenseite „1798, 10ten Juli, Eisenstadt”, letzte Notenseite „Fine Laus Deo, 31. August”. Ursprünglich war die Instrumentierung auf Trompeten, Orgel und Streicher beschränkt. Fürst Esterházy hatte aus Geldgründen die Holzbläser entlassen. Später ergänzten die Holzbläser die Orgel, die in einer anderen Fassung sogar weggelassen und durch einen Bläsersatz vervollständigt wurde.

Johann Sebastian Bach
„Magnificat D-Dur“

Johann Sebastian Bach schuf mit seiner musikalischen Gestaltung des Lobgesanges Mariens (nach dem Lukas Evangelium, Vers 46-55) einen populären Höhepunkt in der reichen Tradition der Magnificat-Vertonungen.
Die Erstfassung des Werkes in Es-Dur war für die Weihnachtszeit 1723/24 bestimmt und enthielt vier Sätze, die den direkten textlichen Bezug zum Fest herstellten: „vom Himmel hoch…”, „Freut euch und jubiliert…”, „Gloria in excelsis” und „Virga Jesse floruit”. Bach überarbeitete das Magnificat zwischen 1728 und 1731. In der Zweitfassung entfielen die vier weihnachtlichen Einlagesätze, sodass das Werk auch an anderen hohen Kirchenfesten aufführbar wurde. Zudem änderte er die ursprüngliche Tonart Es-Dur in D-Dur, was der üblichen Tonart der Trompeten bei Bach entspricht und Streichinstrumenten wie Chören mehr Glanz verleiht.

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